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Ursprünglich dominierte eine Wandbespannung aus silberschimmerndem Stoff die Aula der Bundesschule. Die Weberin Anni Albers entwickelte diesen schalldämmenden und lichtreflektierenden Stoff in ihrer Bauhaus-Diplomarbeit, um die Akustik und die Belichtung des Raumes zu verbessern. Ein Zusammenspiel aus durchsichtigen Zellophanfäden, weißer Chenille und schwarzem Baumwollfaden in unterschiedlicher Web-intensität miteinander verbunden, ließ eine gewellte, metallisch glänzende Oberfläche des Stoffes entstehen, die den Lichteinfall gezielt lenken konnte. Auf der Wandseite entstand durch die wattige Chenilleschicht eine schalldämmende Wirkung. Anfang der 1950er-Jahre wurden die Küche und das Foyer in die Aula hinein erweitert und eine Zwischendecke eingezogen. Während der Rekonstruktion der Bundesschule wurden diese baulichen Veränderungen zurückgebaut.