Ausstellung im Vereinshaus

Blick in die Ausstellung, Baugeschichte, Foto: Anja Guttenberger, 2020
Blick in die Ausstellung, Bibliothek, Foto: Anja Guttenberger, 2020
Blick in die Ausstellung, Nutzungsgeschichte, Foto: Anja Guttenberger, 2020
Modell der Bundesschule des ADGB, dahinter Modell der Aula der Bundesschule, Foto: Anja Guttenberger, 2020
Blick in die Ausstellung, Baugeschichte, Foto: Anja Guttenberger, 2020

Der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftsbund (ADGB) beauftragte im Frühjahr 1928 den Architekten und Bauhausdirektor Hannes Meyer mit dem Bau eines Schulungsortes der Gewerkschaften. Der Gebäudekomplex gilt bis heute wegen seiner harmonischen Einpassung in den Landschaftsraum, seiner großzügigen Lichtarchitektur und der idealen Verbindung sozialpädagogischer Reformideen, als Musterbeispiel moderner Baukultur. Nicht zuletzt sind es diese Kriterien, die der ehemaligen Bundesschule des ADGB zum UNESCO-Welterbetitel verhalfen.

Die Ausstellung „SCHULE IM WALDE“ – 1928 BIS HEUTE in den Räumen des baudenkmal bundesschule bernau e. V. widmet sich der bewegten Bau- und Nutzungsgeschichte der einstigen Bundesschule und dem Leben auf dem Campus: Vom Bau der Schule durch das legendäre Bauhaus in Dessau für den ADGB, über die Besetzung der Schule durch die SA und die hiermit verbundene Nutzung als Reichsführerschule bis 1945, bis zu ihrer jahrzehntelangen Funktion als prestigeträchtige Gewerkschaftshochschule der DDR und dem folgenden Leerstand bis hin zur erfolgreichen Sanierung und derzeitiger Nutzung als Internat der Handwerkskammer Berlin.

Grundlage der Ausstellung bilden Ausstellungselemente, die in den 1990er Jahren vom baudenkmal bundesschule bernau e. V. erstellt und als Wanderschau genutzt wurden. In Teilen werden diese Elemente mit der 2019 in der Galerie Bernau realisierten Ausstellung „VOLKSBEDARF STATT LUXUSBEDARF – BERNAU UND SEIN BAUHAUS“ kombiniert und auf die Räume des Vereinshauses zugeschnitten. Durch Erzählungen ehemaliger Anwohner*innen und Expert*innen, Artefakte, Zeitdokumente und einer Bibliothek wird ein Zeitraum von über 90 Jahren, von der Grundsteinlegung 1928 bis heute, veranschaulicht und erfahrbar gemacht.

Die Ausstellung „SCHULE IM WALDE“ – 1928 BIS HEUTE im Lehrerhaus Hannes-Meyer-Campus 9 ist bis zur Fertigstellung des Besucherzentrums nun für Besucher des UNESCO-Welterbes Anlaufstelle. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt des baudenkmal bundesschule bernau e. V., der BeSt und der Stadt Bernau bei Berlin.

Laufzeit: 18. Januar 2020 bis zur Fertigstellung des Besucherzentrums (vorauss. Frühjahr 2021) 

Ort: Hannes-Meyer-Campus 9, 16321 Bernau bei Berlin

Öffnungszeiten: Donnerstag 10-16 Uhr, Sonntag 10-16 Uhr

Eintritt: frei

Neue Publikation zum Baudenkmal Bundesschule Bernau

Cover Arbeitsheft Nr. 52


Kürzlich erschien das Arbeitsheft Nr. 52 des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseums mit dem Titel „Die Bundesschule des ADGB in Bernau bei Berlin 1930 – 1990 – 2018, hendrik Bäßler Verlag Berlin, 128 Seiten. Diese Veröffentlichung ist die Weiterführung des viel gewürdigten Arbeitsheftes Nr. 1 des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege („Blaues Heft“) von 1993. Das neue großformatige und reich bebilderte Buch enthält Beiträge von Roland Schneider (†), Winfried Brenne und Franz Jaschke, Friedrich Karl Borck, Magda-Lena Eppinger und anderen (siehe Inhaltsverzeichnis). Die Autoren behandeln insbesondere Aspekte der Bau- und Nutzungsgeschichte sowie der Sanierung und Restaurierung bis hin zur Aufnahme des Baudenkmals in die UNESCO-Welterbeliste im Jahr 2017. Der Band ist im Buchhandel erhältlich.

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