Gäste der Bernauer Partnerstadt Meckenheim (Rheinland) zu Besuch

Besuch einer Delegation der Bernauer Partnerstadt Meckenheim (Rheinland)


Eine Delegation der Bernauer Partnerstandt Meckenheim (Rheinland) unter Leitung des Bürgermeisters Bert Spilles (CDU) besuchte am 19. Oktober 2017 das Bauhaus Denkmal Bundesschule Bernau. Der Vorsitzende des Vereins baudenkmal bundesschule bernau Friedemann Seeger führte die Gäste durch das UNESCO-Welterbe.

 



Bauhaus Denkmal Bundesschule Bernau ist UNESCO-Welterbe

Fahnen am Bahnhof Bernau bei Berlin


Die 41. Sitzung des Welterbekomitees der UNESCO im polnischen Krakau hat am 9. Juli entschieden, die Welterbestätte Bauhaus um die, unter der Leitung des zweiten Bauhausdirektors Hannes Meyer gebauten Laubenganghäuser in Dessau (Sachsen-Anhalt) sowie die Bundesschule ADGB in Bernau bei Berlin (Brandenburg) zu erweitern.

Als Verein baudenkmal bundesschule bernau e. V. können wir stolz darauf sein, dass das Wirken unseres Vereins seit der Gründung im Jahr 1990 stets von der Intention getragen war: Die ADGB-Bundesschule Bernau ist Bauhaus-Welterbe! Es dauerte seine Zeit, bis diese Überzeugung auch andere ergriff und sich die entscheidenden Unterstützer fanden, um dieses Ziel zum Erfolg zu führen.

 

Friedemann Seeger, Vorsitzender des Vereins baudenkmal bundesschule bernau sagt dazu:

"Mit der Eintragung des Bauhaus Denkmals Bundesschule Bernau in die Welterbeliste der UNESCO ist nicht nur ein großes traumhaftes Ziel für die Stadt und die Region erreicht, sondern auch das unermüdliche, über 27 Jahre engagierte Bemühen seines Vereins baudenkmal bundesschule bernau belohnt worden. Es erfüllt uns mit großer Freude, dass wir durch unsere ehrenamtliche Arbeit zu diesem Erfolg beitragen konnten und das in der Öffentlichkeit nahezu unbekannte Baudenkmal der Klassischen Moderne diese ihm nun gebührende weltweite Würdigung erfährt. Als Stadt mit einem Weltkulturerbe verbinden wir als Verein auch die Chance und Verpflichtung, zur Weltoffenheit und Völkerverständigung beitragen zu können."

 


Presseerklärung, hrsg. von der Stiftung Bauhaus Dessau

Das Bauhaus revolutionierte als Hochschule für Gestaltung zwischen 1919 und 1933 die architektonischen und ästhetischen Auffassungen zu Architektur und Gestaltung und prägte maßgeblich die Bewegung der Moderne. Den außergewöhnlichen universellen Wert der pädagogischen Ideen und der ausgeführten Architektur zeichnete die UNESCO erstmals im Jahr 1996 mit der Aufnahme der Bauhausstätten in Weimar und Dessau in die Liste des Welterbes aus.

 Nun hat das Welterbekomitee der UNESCO auf seiner 41. Sitzung in Krakau (Polen) die Erweiterung der Welterbestätte Bauhaus um die Architektur, die unter der Leitung des zweiten Bauhausdirektors Hannes Meyer entstanden ist, beschlossen. Aufgenommen wurden die 1929 in Dessau errichteten Laubenganghäuser und die 1930 in Bernau bei Berlin eröffnete Bundesschule des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes. Damit wird die Welterbestätte Bauhaus durch Bauten in den drei Bundesländern Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg gebildet. Sie umfasst in Weimar die ehemalige Kunstschule, die ehemalige Kunstgewerbeschule und das Haus Am Horn, in Dessau das Bauhausgebäude, die Meisterhäuser und die Laubenganghäuser sowie in Bernau bei Berlin die ehemalige Bundesschule des ADGB.

Hannes Meyer, der Walter Gropius als Bauhausdirektor nachfolgte (1928 – 1930) verwirklichte in der Bauabteilung des Bauhauses die Idee der kollektiven Arbeit an einem Bauprojekt im Rahmen der Ausbildung.

In Meyers Konzept wurden die Bauten auf Grundlage einer wissenschaftsbasierten Entwurfsmethodik und funktional-ökonomische Gestaltung mit sozialem Anspruch geplant. Die Laubenganghäuser in Dessau sind ein Zeugnis für den wesentlichen Beitrag des Bauhauses zum sozialen Wohnungsbau der Zwischenkriegszeit und die Bundesschule des ADGB in Bernau, an der neben Hannes Meyer maßgeblich auch Hans Witwer mit gewirkt hat, dokumentiert die Entwurfsmethodik für ein komplexes Bauprogramm in Verbindung zur umgebenden Landschaft.

 Der Antrag zur Erweiterung der UNESCO-Welterbestätte Bauhaus wurde unter Federführung des Landes Sachsen-Anhalt und der Stiftung Bauhaus Dessau gemeinsam von den Ländern Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg eingereicht.

Monika Markgraf, wissenschaftliche Mitarbeiterin und Denkmalpflegerin an der Stiftung Bauhaus Dessau, die über drei Jahre die gemeinsame Antragsstellung koordiniert und fachlich begleitet hat, freut sich: „Neben der Architektur von Walter Gropius wird damit auch der Beitrag, den Hannes Meyer am Bauhaus für die Architektur im 20. Jahrhundert geleistet hat, gewürdigt. Er reformierte das Bauhaus, prägte die Ausbildung der Architekten und unter seiner Leitung entstand Architektur von herausragender Qualität, die auch heute überzeugt. Wir freuen uns daher sehr, dass das Welterbekomitee unseren gemeinsamen Antrag stattgegeben hat.“

 

 

Umleitung des Straßenverkehrs zum Bauhaus Denkmal Bundesschule Bernau

 

In der Zeit von Ende März bis voraussichtlich 31. Oktober 2017 ist der Zugang für Fußgänger, Radfahrer und der Straßenverkehr zum Bauhaus Denkmal Bundesschule Bernau stark eingeschränkt.

Besucher des Bauhaus Denkmals Bundesschule nutzen als Zufahrt bitte vorrangig die Hans-Wittwer-Straße. Parkmöglichkeiten bestehen im Bereich des Barnim-Gymnasiums und im Bereich der Zufahrt zum Freibad Waldfrieden. Gäste, die mit dem Bus anreisen, können sowohl die Haltestelle "Bauhausdenkmal" als auch die Haltestelle "Forstschule" nutzen und dann über die Fritz-Heckert-Straße oder die  Hans-Wittwer-Straße zum Bauhaus Denkmal Bundesschule Bernau gelangen.

Der Treffpunkt für die Besucher der öffentlichen Führungen (im Plan der Punkt T) befindet sich im Innenhof des Bauhaus Denkmals zwischen Oberstufenzentrum und Baudenkmal (Zugang vom Parkplatz, Nähe Freibad). 

Bitte beachten Sie auch die aktuelle und häufig wechselnde Wegeführung für Fahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger!

Anfahrtsskizze zum Bauhaus Denkmal Bundesschule Bernau

Revitalisierung der Außenanlagen am Bauhaus Denkmal Bundesschule Bernau

 

Die denkmalgerechte Revitalisierung der Außenanlagen am Baudenkmal Bundesschule Bernau wird weiter fortgesetzt. Im März 2017 erfolgten Neuanpflanzungen entlang der Waldseite an der Fritz-Heckert-Straße, um hier wieder einen zusammenhängenden Waldsaum zu gewinnen.
Fortgesetzt werden die Arbeiten zur Errichtung eines Besucherparkplatzes auf der Fläche der inzwischen abgerissenen, nicht zum Denkmal gehörenden Mensa aus den 1980er Jahren. Ende August wurden die Arbeiten am Hannes-Meyer-Campus zur Wiederherstellung der Betondecke mit Dehnungsfugen nach historischem Vorbild abgeschlossen.

Neue Betonfläche Hannes-Meyer-Campus

Bauhaus - Jubiläum 2019

Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka / Bundesregierung / Steffen Kugler (am Bild)


Im Jahr 2019 wird sich auch der Verein baudenkmal bundesschule bernau e. V. gemeinsam mit der Stadt Bernau bei Berlin und anderen Partnern an der Würdigung des 100jährigen Jubiläums der Gründung des weltberühmten BAUHAUSES beteiligen. Die dafür vorgesehenen Projekte und Veranstaltungen werden derzeit konzipiert und geplant. Sobald die Voraussetzungen für ihre Realisierung bestehen, werden die Vorhaben hier vorgestellt und angekündigt.

Dank einer gemeinsamen Initiative von Britta Stark, Mitglied des Landtages Brandenburg, und des Vereins baudenkmal bundesschule bernau e. V. konnte die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, als Schirmherrin für die Aktivitäten des Vereins zur Teilhabe am Bauhaus-Jahr 2019 gewonnen werden. Frau Prof. Wanka ist dem Bauhaus Denkmal Bundesschule Bernau vor allem aus ihrer Zeit als Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur im Land Brandenburg sehr verbunden. Stets hatte Sie ein offenes Ohr für die Anliegen des Vereins, um das Bauhaus Denkmal in Bernau als einzigartiges Denkmal der Architektur- und Kunstgeschichte im Bewusstsein der nationalen und internationalen Öffentlichkeit zu verankern.

 

 

 

Führungen und Besichtigungen


Das Bauhaus Denkmal Bundesschule Bernau, insbesondere der Meyer-Wittwer-Bau, ist kein öffentlich zugängliches Gebäude. Besichtigungen der Innenräume sind deshalb in der Regel nur im Rahmen von Führungen möglich. Öffentliche Führungen, vorrangig für Einzelbesucher (Anmeldung nicht erforderlich), finden in Jahr 2017 an folgenden Sonntagen statt:  22. und 29. Oktober; 5., 19. und 26. November sowie am 3. Dezember. Diese Führungen werden von Mitgliedern des Vereins baudenkmal bundesschule bernau e. V. durchgeführt.
Weitere Führungen bieten die Bernauer Stadtführer an folgenden Terminen an: 12. November., 10. und 17. Dezember.

Die Führungen beginnen jeweils um 10.30 Uhr. Treffpunkt ist im oberen Abschnitt des Innenhofes des Bauhaus Denkmals Bundesschule Bernau.

Weitere Führungen, insbesondere für Gruppen, können auf Anfrage organisiert werden. Weitere Informationen finden Sie unter Führungen.

Sie können unter der Telefonnummer: 0 33 38/76 78 75 oder per E-Mail: gern einen Termin vereinbaren.

Führungen finden zur Zeit nur in deutscher Sprache statt.

Bitte die veränderte Straßenenverkehrsführung zum Bauhaus Denkmal Bundesschule Bernau bis Ende Oktober 2017 beachten. Siehe Hinweise.

(Änderungenaus aktuellen Gründen vorbehalten)

Anfahrt mit Bahn / Auto

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